Speerfischen – Ein unglaubliches Erlebnis

Über das Speerfischen gibt es gespaltene Meinungen und das Image unter den Anglern, sowie den Tauchern ist eher schlecht. Meiner Meinung nach oftmals unberechtigt.

Viele Taucher und Angler halten das Speerfischen, auch Harpunenjagen genannt, für unsportlich, langweilig und Tierquälerei. Dabei ist das Speerfischen wohl die adrenalinreichste und anstrengendste Methode um Meerestiere zu fangen.

Was ist Speerfischen überhaupt genau?


Abbildung 1: Quelle: Pixabay


Als Speerfischen bezeichnet man die Unterwasserjagd auf Meerestiere mit einer Harpune. Hierbei ist der Fischer in der Regel als Schnorchler unterwegs oder manchmal auch mit Taucherflasche.

Der Vorteil ist, dass der Speerfischer bei der Unterwasserpirsch seinen Zielfisch vorher genau betrachten kann und sicherstellen kann das der Fisch weder geschützt, trächtig oder zu klein ist. Dazu fällt beim Harpunenjagen im Gegensatz zum Reusenfischen oder beim Angeln der Beifang vollkommen weg und bis auf den Zielfisch werden keine Meerestiere verletzt.

Natürlich gibt es beim Harpunenjagen auch ein erhöhtes Risiko durch die Gegebenheiten unter der Meeresoberfläche. Jedoch macht die Nähe zu den großen Raubfischen und den Korallen auch das Feeling beim Speerfischen aus.

Wie bereits erwähnt sind Unterwasserjäger meistens auf kapitale Fische aus, die auch schon einmal größer als der Taucher sein können.

Gerade wenn der Fischer den Fisch nicht direkt tödlich verletzt kann es zu heftigen Auseinandersetzungen und Kämpfen kommen um den Fisch zu landen.

Hierbei hat der Harpunenjäger für diesen Fall meistens eine zweite Harpune und ein Tauchmesser dabei.

Bei der Unterwasserjagd wird das Meerestier durch den Harpunenpfeil erlegt, dabei stößt das Meerestier eine Menge Blut aus und kann größere Raubfische anlocken.

Daher sollten Unterwasserjäger immer im Team agieren um feindliche Fische abzuwehren und im Notfall einzugreifen.

Erfolgsfaktor Ausrüstung: Das richtige Equipment

Viele Neulinge werden sich jetzt Fragen was neben dem richtigen Spot, zu dem wir später noch kommen, alles zur Unterwasserjagd benötigt wird.

Fundamental wichtig für die Jagd unter der Meeresoberfläche ist eine Taucherbrille, die eine klare Sicht im Wasser ermöglicht.

Ob Schnorchel oder Taucherflasche ist vom Spot, der Länge des Tauchganges und natürlich von der Ideologie des Fischers abhängig.

Danach muss sich der Fischer zwischen zwei verschiedenen Varianten der Unterwasserjagd entscheiden, der Jagd mit einer Harpune oder einem simplen Speer.

Bei einer Harpune wird der Harpunenpfeil, also quasi der Angelhaken einer Harpune, über einen Antrieb abgefeuert, bei der nur der Auslöser vom Taucher betätigt werden muss (Gummizug oder Druckluft).

Bei der spartanischen Jagd mit einem Speer muss die Spitze von Handkraft gesetzt werden. Wichtig ist es bei beiden Varianten den Harpunenpfeil oder den Speer mit einem Seil zu verbinden, da der Fisch meistens versucht zu fliehen und erst gedrillt werden muss.

Hierbei wird zwischen einem simplen Seil von 5-10m oder einer richtigen Rollenvorrichtung an der Harpune unterschieden. Die Wahl der richtigen Variante ist grundlegend vom Zielfisch abhängig. Alle Information rund um die Auswahl der Ausrüstung und die verschiedenen Harpunen & Speere im Überblick.

Der Spot: Wo ist Speerfischen überhaupt erlaubt?


Abbildung 2: Quelle: Pixabay

In Deutschland ist das Jagen mit einer Harpune und einem Speer leider verboten. Im Fischereigesetz heißt es, dass das alle verletzenden Methoden einen Fisch zu fangen, außer einem Angelhaken zum Schutz der Fische verboten ist.

In anderen Ländern wie z.B. Spanien, Italien, Griechenland oder Norwegen sieht die Lage aber ganz anders aus.

In den orientalischen Ländern gibt es oftmals eine lange Fischfangtradition , die durch das Speerfischen entstanden ist. Heutzutage wird Harpunenfischen nicht mehr aus kommerziellen Zwecken, sondern eher als Hobby, Sport, Touristenartaktion oder zur Selbstversorgung zelebriert.

In Norwegen hingegen werden Harpunen und Speere meistens eher zum Landen von Großfischen wie z.B. dem Heilbutt verwendet, da das Wasser dort zu trübe und kalt zum Tauchen ist.

Die Unterwasserjagd als Taucher ist auf jeden Fall ein echte Erlebnis, da der Fischer den Meerestieren hautnah ist. Natürlich bringt es auch Risiken mit sich in den Lebensraum der Raubfische zu jagen, da diese in ihrer Umwelt weitaus wendiger sind als der Taucher.

Trotzdem ist das Fischen mit einer Harpune mit der richtigen und sicheren Ausrüstung ein echtes Erlebnis wert, gerade in südländischen Meeren.

Kommentieren